Die Schlacht im Brückenkopf von Colmar

  • August 1944
  • November 1944
  • Dezember 1944
  • Januar 1945
  • Februar 1945

Die Landung in der Provence

Am 15. August 1944 landen die ersten Truppen der Armee B des Generals DE LATTRE in Saint Tropez und dringen ins Rhônetal vor, nachdem sie Toulon und Marseille befreit haben.
Drei Wochen später, nach einem harten, langen Weg von 750 km, gelangen sie an die Berge der Vogesen.

Am 15. September 1944 bekommt die Armee B den Namen der 1. französischen Armee (bestehend aus zwei Armeen).
Sie ist Bestandteil der 6. Armeegruppe des amerikanischen Generals DEVERS.

Gegenüber der 1. franz. Armee steht die 19. deutsche Armee von General WIESE.

Das doppelte Vordringen zum Rhein

14. November 1944
– Beginn der alliierten Offensive in Richtung Elsass.

19. November 1944
– der Rhein wird in Rosenau erreicht (CC3 der 1. Panzerdiv.)

21. November 1944
– Befreiung von Mühlhausen durch die 1. Panzerdivision (dann von Belfort durch die 5. PD – 2. DIM)
Parallel zu diesen Operationen wird Strassburg am 23. November 1944 befreit durch die 2. Panzerdivision (General LECLERC) angeknüpft an die 7. amerikanische Armee von General PATCH.
Die 19. Armee ist reduziert auf 20.000 Leute, das entspricht einer französischen Division.

Am 30. November 1944 ändert General DE LATTRE plötzlich die Angriffslinie seiner Armee, d.h. “von Süden nach Norden über das Flachland“ wird zu „von Osten nach Westen über die Berge“.
Warum ?
Das ganze Elsass hätte zum 3. Dezember 44 befreit sein können.

Ein „Beutel“ formt sich um Colmar : eine 160 km lange Front zieht sich zu einem Kreis zusammen, südlich von Strassburg bis Mühlhausen über die Gipfel der Vogesen.

Die Operationen

Verstärkung der 19. Deutschen Armee :
Ankunft von frischen Truppen aus Deutschland (9 Infanteriedivisionen + 2 Panzerbrigaden).

Am 6. Dezember übernimmt Reichführer HIMMLER persönlich das Kommando aller operationellen Truppen im Beutel von Colmar.

Am 15. Dezember wird General RASP an die Spitze der 19. Armee ernannt. Franzosen und Amerikaner kämpfen nebeneinander für die Befreiung des Beutels von Colmar.

Am Morgen des 15. Dezembers geht der Hauptangriff los vom Bonhomme-Pass bis nördlich von Sigolsheim auf einer Front von 20 km West-Ost : Orbey wird am 16. Dezember befreit.

Befreiung verschiedener Dörfer im Weinberg :
Kientzheim am 17. Dezember,Kaysersberg und Ammerschwihr am 18. Dezember,
Bennwihr am 25. Dezember.

Der Feind reagiert brutal gegen die Eindringung, aber die alliierten Positionen bleiben mittels grösster
Anstrengungen.

Colmar hört die Kanonen und hofft, wird aber noch nicht befreit.

Ende Dezember 1944: die Verteidigung von Strassburg ist in Frage gestellt durch die Gegenoffensive
von VON RUNDSTEDT in den Ardennen. Eisenhower will seine Position aufgeben und seine Linien in die Vogesen verlegen.

Letzter Angriff und Verkleinerung des „Beutels“

2. Januar 1945: Konferenz der Generäle EISENHOWER, DE GAULLE sowie Winston CHURCHILL in Versailles.

Die Stadt wird verteidigt.

Strassburg wird zum 2. Mal gerettet.

Am 20. Januar 1945 : Beginn der Abschlussoffensive

In Jebsheim und Grussenheim finden vom 26. bis 29. Januar brutale Kämpfe statt.

Am 27. Januar wird der Colmarer Kanal erreicht.
Am 28. Januar kommt der 21. US Korpus der 1. französischen Armée sur Unterstützung.

Letzter Angriff und Verkleinerung des „Beutels“

Am 2. Februar 1945 wird Colmar von den CC4 der 5. Panzerdivision, kommandiert von General SCHLESSER befreit.

Befreiung von Turckheim am 4. Februar 1945 durch das 112. US Infanterie Regiment, kommandiert von General COTTA, mit Hilfe des 1. Bataillon de Choc.

Am 9. Februar 1945 lassen die letzten Verteidiger des Beutels los.

General DE LATTRE verkündigt das Ende der Schlacht.

Die letzte Offensive : 20. Januar – 9. Februar 1945

COLMAR : Februar 1945 die Stadt ist befreit